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Neue Filme werben für gesunde Zähne

proDente stellt auf der IDS das Ergebnis einer Kooperation mit der Macromedia Hochschule in Köln vor. Neue Werbefilme vermitteln Informationen über gesunde Zähne in Form amüsanter oder spannender Geschichten. Ein kompletter Jahrgang der Hochschule hat sich mehrere Monate mit dem Thema Zahngesundheit auseinandergesetzt. Die produzierten Spots können im Kino oder in den sozialen Medien veröffentlicht werden. „Die Studenten haben das Thema aus einer völlig anderen Blickrichtung betrachtet und kreativ in Szene gesetzt“, zeigt sich Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente, begeistert.

proDente stellt die Werbefilme erstmals während der IDS vor. Im Anschluss sollen die Fans der Initiative ihren Lieblingsfilm wählen. Dazu veröffentlicht proDente die Filme im Frühjahr auf den sozialen Kanälen der Initiative, wie Facebook, YouTube und Twitter.
Storytelling

Diese Art der Aufbereitung ist unter dem Begriff „Storytelling“ in aller Munde. Information soll in Form von Unterhaltung und Metaphern übermittelt werden. Für Unternehmen und Organisationen stellt das gewöhnlich eine Herausforderung dar. Wissen oder Produkte werden in der Regel in Form von Fakten sachlich dargestellt. Oft fehlt eine emotionale Komponente bei der Ansprache von Patienten.

„Wir wollten uns für unsere eigene Arbeit mit dieser Kooperation inspirieren und haben den Studenten viel Freiraum gelassen“, berichtet Kropp. Die Filme der Studenten zeigen, dass dieser Freiraum gut genutzt wurde. Neben Familien- und Lebensgeschichten setzen die Studenten einen Zombiefilm oder einen abstrakten Film um.
Positive Erfahrungen mit Wettbewerben und Kooperationen

Seit 2015 hat sich proDente schon zweimal Ideen von Studenten mit einem Filmwettbewerb geöffnet. Die Geschichten sind mal herzzerreißend, mal spannend, aber immer qualitativ hochwertig. „Inhaltlich und visuell erreichen uns eine Reihe völlig verschiedener Produktionen, die wir in den sozialen Medien einsetzen“, so Kropp. Derart kreative Drehbücher entwickelt man bei der täglichen Arbeit kaum.

14.03.2019 DGA | Quelle: Initiative proDente e.V.

Albtraum Kreidezähne

Und auf einmal waren sie da. Die ersten bleibenden Backenzähne und darauf die gelb-braunen Verfärbungen. Für immer! Der Albtraum jeder Mutter. Hat man doch mit dem Kind die Zähne geputzt was das Zeug hielt, war regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolle und hat den geliebten Süßigkeiten einen Riegel vorgeschoben. Aber alles hatte nichts genützt. Kreidezähne - in der Wissenschaft als Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) benannt - gehen als neue Volkskrankheit in die Geschichte ein. Von dieser Mineralisationsstörung der Front- sowie Backenzähne sind derzeit bereits über 30 Prozent der 12-Jährigen in Deutschland betroffen, Tendenz steigend. Die Ursache der Entstehung ist nach wie vor nicht geklärt, Prävention Fehlanzeige. Lesen Sie in unserem ersten Teil zum Thema Kreidezähne was genau hinter dem Phänomen steckt und wie die MIH behaltend werden kann.

Was sind Kreidezähne und was bedeutet Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH)?

„Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation ist ein Wort, bei dem man aufpassen muss, sich nicht zu verhaspeln“, sagte Dr. Giraki zu Beginn ihres Vortrags auf dem Deutschen Zahnärztetag 2017 und betonte, dass die als „Kreidezähne“ oder auch „Käse-Molaren“ („Cheese Molars“) bezeichneten MIH-Zähne zum Albtraum vieler Eltern werden wird. Die MIH stellt eine entwicklungsbedingte Erkrankung der Zahnhartsubstanz dar. Bereits vor dem Durchbruch der ersten bleibenden Backenzähne (Molaren) sind dieselben bereits gelblich-bräunlich verfärbt, da sie noch unter der Schleimhaut liegend, nicht optimal remineralisiert wurden. Sind die Backenzähne dann durchgebrochen, ist der Zahnschmelz oft brüchig oder fehlt komplett. Und das häufig in einem sonst gesunden und vorbildlich geputzten Kinderkiefer. Die Schneidezähne (Inzisiven) sind dabei seltener betroffen. Neben des ästhetischen Dilemmas birgt die MIH noch viel schwerwiegender Problem in sich: Weiterführender Verlust der Zahnhartsubstanz, ein enorm erhöhtes Kariesrisiko, eine schlechte Anästhesierbarkeit und eine hohe Empfindlichkeit der an MIH erkrankten Zähne auf Heißes / Kaltes und Berührung.

Woran erkenn ich eine MIH?

Die MIH wird in drei verschiedene Stufen unterteilt, je nach Schweregrad.

Schweregrad A: MIH-Zähne weisen einzelne weiß-cremige bis gelb-braune Verfärbungen im Bereich der Kauflächen und Höcker auf. Die Zähne sind meist noch unempfindlich und die Struktur unbeschädigt.
Schweregrad B: Neben den Verfärbungen weisen die Backenzähne einen stark demineraslisierten Zahnschmelz auf, es sind bereits Veränderungen in der Struktur zu erkennen; die Oberflächen sind rau und porös.
Schweregrad C: Die MIH hat den Zahnschmelz enorm zerstört, Zähne bröckeln und brechen teilweise ab. Die zerklüftete Oberfläche lässt sich nicht mehr richtig putzen, so dass häufig eine Karies auf die bestehende MIH-Läsion aufsattelt. Die Zähne sind extrem berührungsempfindlich.

Wann entsteht die MIH?

Die Entwicklung eines Zahnes ist ein langwieriger Prozess und die Grundlagen der Zahnbildung werden daher bereits beim Ungeborenen im Mutterleib gelegt. Die Zahnschmelzbildung geschieht so lange der Zahn noch unter der Schleimhaut sitzt. Bricht die fertige Krone durch, ist die Schmelzbildung abgeschlossen. Aus diesem Grund sind sich die Wissenschaftler einig, dass bei Kindern die später an MIH leiden, irgendwann im Laufe des Schmelzbildungsprozesses etwas schief gelaufen sein muss. Da die am häufigst betroffenen Sechs-Jahres-Molaren zwischen dem 8. Schwangerschaftsmonat und dem 4. Lebensjahr mineralisiert werden und der Schwerpunkt der Zahnentwicklung im ersten Lebensjahr liegt, scheint dies der für die MIH kritische Zeitpunkt zu sein.

Als Erklärung werden verschiedene Faktoren herangezogen. Beginnen mit Komplikationen während der Schwangerschaft, und der Geburt, Infektionskrankheiten, gehäufte Medikamenteneinnahme oder Antibiotikagabe, Atemwegserkrankungen, Asthma, Vitamin-D-Mangel, Störungen im Mineralhaushalt, Windpocken oder andere schwere Erkrankungen im Kleinkindalter sowie Umwelteinflüsse. Die Ursachen scheinen nach wie vor unklar, der Verdacht gegen Bisphenol A (BPA) in Kunststoffen erhärtet sich jedoch.
Auch sozioökonomische Hintergründe scheiden als Ursachen offenbar aus. Mädchen und Jungen scheinen gleich häufig betroffen zu sein. Ziemlich sicher ist jedoch, dass sich die Entstehung der MIH nur multifaktoriell und systemisch erklären lassen wird. Ziemlich sicher scheint, dass es sich bei der MIH um eine erworbene und nicht um eine vererbte Krankheit handelt.

Therapie der MIH

Schweregrad A: Bei intakten Oberflächen und Kariesfreiheit lässt man die Backenzähne durchbrechen. Der Zahn wird fluoridiert und der betroffene Bereich mit einem Versiegeler oder Komponist abgedeckt.
Schweregrad B: Behandlung wie bei Schweregrad A. Beginnt der Zahn zu bröckeln, muss derselbe prothetisch mittels Glasionomerzement versorgt werden.
Schweregrad C: die Zähne werden zunächst mit einem Glasionomerzement abgedeckt und der Durchbruch begleitet. Unter Lokalanästhesie erfolgt in einem zweiten Schritt die Abdeckung der vollständig durchgebrochenen Zähne mit Komposit. Eine Alternative ist die Anwendung konfektionierter Stahlkronen. Sind die Kinder zwischen 10 und 12 Jahren, wird entschieden, ob es sinnvoll ist die Zähne zu erhalten.

12.03.2019 DGA | Quelle: Zahnarztpraxis Dr. Pink (openPR)

Weisheitszähne und Kieferorthopädie

Die Weisheitszähne sind die dritten großen Backenzähne in der Zahnreihe. Das Dauergebiss (zweite Zähne) des Menschen besteht insgesamt aus 32 Zähnen. 28 davon brechen normalerweise bis zum 14. Lebensjahr durch, die restlichen vier, das sind die Weisheitszähne, erst ca. zwischen dem 16. und 40. Lebensjahr. Im Laufe der Evolution hat sich der menschliche Kiefer verkleinert. Deshalb haben die Weisheitszähne als letzte in der Zahnreihe meist zu wenig Platz. Dies führt besonders im Unterkiefer zu Problemen. Oft wachsen die Weisheitszähne schief, brechen nur teilweise durch das Zahnfleisch durch oder sogar gar nicht. Im Kiefer eingeklemmt, können sie Entzündungen und Zysten verursachen und die Nachbarzähne schädigen. Kieferorthopädisch betrachtet suchen sich die Weisheitszähne oft mit „Gewalt“ Platz und verschieben dabei die benachbarten Zähne, was sich schließlich in einem Engstand der Frontzähne zeigt. Zwar sind die Weisheitszähne nicht alleinige Ursache für einen wiederkehrenden Engstand der Frontzähne, dennoch ist es wichtig, dass Sie innerhalb der Stabilisierungsphase, in der Geräte eingesetzt sind, die die Stellung der Zähne halten, mit uns oder Ihrem Hauszahnarzt über eine Entfernung der Weisheitszähne entscheiden – damit der Erfolg der kieferorthopädischen Behandlung bestehen bleibt.

Zahnimplantate - Die künstliche Zahnwurzel

Es war im Jahr 1982 als Zahnimplantate auch hierzulande Anerkennung fanden. In diesem Jahr wurde die zahnärztliche Implantologie durch die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) als wissenschaftlich erprobt angesehen und 1988 folgte eine Aufnahme in die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Wenngleich das Zahnimplantat vergleichsweise jung ist, handelt es sich längst um die gängigste und wirkungsvollste Methode für Zahnersatz. Die Besonderheit besteht darin, dass nicht nur eine Krone gesetzt wird, sondern auch komplett künstliche Zahnwurzeln existieren. Diese bestehen oftmals aus dem biokompatiblen Metall Titan und verwachsen mit dem Kieferknochen, sodass selbst auf einem Röntgenbild kein Übergang mehr erkennbar ist. Die Haltbarkeit liegt bei bis zu 40 Jahren und bei ausreichender Hygiene und regelmäßiger Prophylaxe kann für den Zeitraum von zehn Jahren sogar eine fast 100-prozentige Garantie gegeben werden.

Zahnimplantate einfach einsetzen lassen Der chirurgische Eingriff für ein Zahnimplantat wird von einem erfahrenen Kieferchirurgen mit viel Routine durchgeführt. Bevor das eigentliche Implantat gesetzt wird, bedarf es allerdings des Knochenaufbaus, der so genannten Kieferaugmentation. Des Weiteren ist oftmals auch eine Knochenverdichtung erforderlich, um dem Zahnimplantat den notwendigen Halt zu verleihen. Das endgültige Verwachsen von Zahnimplantat und Knochen wird Osseointegration genannt.
Zahnimplantate bieten eine Fülle an Vorteilen wie eine Verbesserung der Kaufähigkeit, des Sprechens und der Ästhetik gegenüber einem fehlenden Zahn. Des Weiteren sorgt die Methode für eine geringere Belastung der Schleimhäute und eine Schonung der restlichen (natürlichen) Zähne.

Statistiken zu Zahnimplantaten Zahnimplate werden stets individuell eingesetzt. Aus diesem Grund existieren mehrere Hundert Formen und Anwendungsmöglichkeiten. Die Universität Bern hat hierzu eine Studie vorgelegt, die die häufigsten medizinischen Situationen nennt:

51,6 Prozent entfallen auf Zahnimplantate bei fehlenden einzelnen Zähnen
23,5 Prozent betreffen Zahnimplantate in Freiendsituationen
In 16,9 Prozent der Fälle überbrücken Zahnimplantate Schaltlücken oder mehrere Zähne

Zuletzt sind auch noch komplett zahnlose Kiefer zu nennen, die jedoch nur mit acht Prozent zu Buche schlagen.



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